Stimmulation der Immunreaktion


Die Eigenbluttherapie ist eine unspezifische Reiztherapie, bei der entnommenes Venenblut direkt oder aufbereitet in die Muskulatur oder Haut reinjiziert wird. Der erste dokumentierte Bericht der Eigenbluttherapie geht auf den Chirurgen August Bier zurück, der Eigenblut injizierte, um die Heilung von Frakturen zu beschleunigen.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Durchführung. Das Blut kann unverändert reinjiziert werden oder nachdem es aufbereitet wurde. Es wird eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen und sofort wieder intramuskulär reinjiziert. I.d.R. wird mit kleinen Mengen 0,5-1 ml Blut begonnen und schrittweise bis zu max. 5 ml erhöht. Die Wirkung kann je nach Heilanzeige durch Zugabe einer indikationsbezogenen homöopathischen Injektionslösung z.B. Echinancea (Sonnenhut) noch gesteigert werden.

 

Durch das injizierte Blut bildet sich ein Hämatom (Bluterguss), das durch den Gewebereiz eine lokale Entzündung (Rötung, Schwellung) hervorruft, die als milde Infektion auf den ganzen Körper übergreift. Die verursachte Leukozytose (Vermehrung der weißen Blutkörperchen) geht mit einer erhöhten Körpertemperatur und einer Beschleunigung des Stoffwechsels einher. Es werden auch verschiedene Immunreaktionen ausgelöst. Da der Körper das reinjizierte Blut, das sich durch den Aufenthalt außerhalb des Körpers verändert hat, als Fremdkörper oder pathogenen Reiz erkennt, wird eine Abwehrreaktionen in Gang setzt (Vermehrung von Antikörpern, Anstieg der Phagozytose). Da durch die Aktivierung der Abwehrkräfte außerdem die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt werden, kann die Eigenbluttherapie auch als Umstimmungstherapie bezeichnet werden. Die stattfindende vegetative Gesamtumstimmung wurde von Hoff als vegetative Gesamtumschaltung bezeichnet und in einem Zweiphasenmodell beschrieben.


Diese Therapie ist geeignet für:

  • Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Ekzeme
  • Hautkrankheiten
  • Heuschnupfen
  • Allergien
  • Otitis media
  • Tonsillitis
  • Chronische Entzündungen
  • Akute und rezidivierende Entzündungen
  • Sinusitis
  • Allergische Erkrankungen
  • Allergisches Asthma
  • Asthma bronchiale
  • Neurodermitis
  • Haut- und Nagelmykosen (Pilzerkrankungen)
  • Primäre Chronische Polyarthritis (PCP)
  • Immunstimmulation bei Allgemeine Abwehrschwäche



Die Therapie ist kontraindiziert bei akuten Blutungen, Einnahme von Glukokortikoiden und Immunsupressiva.

Öffnungszeiten

 
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